Neurodermitis

 

1. Krankheitsbild und Auslöser

 

Was bedeutet Neurodermitis ?

 

Die Neurodermitis (auch "atopische Dermatitis" oder "atopisches Ekzem“ genannt)

ist eine oft stark juckende, in der Regel chronisch in Schüben verlaufende Hauterkrankung.

Mit einem Auftreten von ca. 10 % ist sie die häufigste chronische Hauterkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Neurodermitis ist mit allergischen Vorgängen alleine nicht zu erklären. Jedoch liegt sehr häufig eine familiäre Veranlagung zu Neurodermitis, Heuschnupfen, allergischem Asthma und Nahrungsmittelallergien vor (eine sog. Atopie).

 

Wie äußert sich Neurodermitis?

 

Die meisten Kinder entwickeln Symptome innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Die Haut ist trocken, schuppig oder mit Krusten bedeckt, im akuten Stadium gerötet, evtl. mit Bläschen und nässenden Stellen. Es besteht starker Juckreiz, der die Kinder sehr unruhig, missgelaunt und reizbar machen kann.

 

Bei Säuglingen tritt der Ausschlag normalerweise im Gesicht, am behaarten Kopf, am Bauch sowie an Armen und Beinen auf, kann sich jedoch über den gesamten Körper ausbreiten. Der Windelbereich bleibt oft frei.

 

Bei älteren Kindern zeigt sich das Ekzem typischerweise im Bereich der Armbeugen, Kniekehlen und des Halses (seltener im Gesicht, um die Augen, an den Füssen).

 

Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein: manche Kinder haben nur einzelne kleinere Ekzemstellen (häufig), andere können fast am gesamten Körper betroffen sein (selten).

Deshalb bedeutet die Diagnose „Neurodermitis" keineswegs immer etwas Schlimmes oder gar Furchtbares, sondern meist eine Krankheit, die sich in einem Rahmen bewegt, mit dem man relativ gut leben kann.

 

Ursachen und Auslösefaktoren

 

Es gibt nicht "die" Ursache der Neurodermitis !

Vielmehr können viele Einzelfaktoren eine Rolle spielen:

 

Veranlagung

Die Voraussetzungen für das Auftreten einer Neurodermitis sind eine vererbte erhöhte Reaktionsbereitschaft der Haut und des Immunsystems, die noch nicht bis ins letzte Detail geklärt sind. Auf dieser Grundlage werden die nachfolgenden Faktoren wirksam:

 

Nahrungsmittelallergien

z.B. gegen Ei oder Kuhmilch spielen bei einem Drittel der Kinder mit eine Rolle, sind aber meist nicht die alleinige Ursache. Es ist eher die Ausnahme, das eine Neurodermitis durch Weglassen bestimmter Nahrungsmittel völlig geheilt wird.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

sind aus medizinischer Sicht etwas anderes als "echte" Allergien. Die oft beobachtete Verschlechterung der Haut nach zu viel Süßigkeiten oder Fruchtsäuren (Zitrusfrüchte, Erdbeeren) gehören hierzu.

 

Klima und Wetter

Starke Hitze und Kälte, Temperaturschwankungen oder sehr trockene Luft reizen die Haut.

Manche Patienten haben im Winter schlechte Haut (trockene Luft?), andere wieder mehr im Sommer (Hitze, Schwitzen?). Warum die einen mehr so, die anderen umgekehrt reagieren ist unklar.

 

Hautreizungen

Scheuern, Kratzen, raue Kleidung, zu viel Seife, Chlorwasser, Tabakrauch, chemische Reizstoffe etc... Dies alles kann die ohnehin empfindliche Haut zusätzlich reizen.

 

Psychische Anspannung

Übermüdung, Streit in der Familie, einschneidende Veränderungen, Schulstress: alle psychischen Streßfaktoren können die Haut beeinflussen.

 

Andere Streßfaktoren

wie z.B. Krankheiten oder Unfälle können das Immunsystem beeinflussen und damit die Haut verschlechtern. Hierzu gehören meiner Meinung nach vielleicht auch die Impfungen, die eben nicht (wie so oft behauptet) schuld sind an der Neurodermitis (hiergegen gibt es viele Belege), sondern allenfalls einen vorübergehenden Einfluss haben können, wie eine Krankheit eben auch. Trotzdem sollen Kinder mit Neurodermitis natürlich geimpft werden.

 

Allergieauslöser aus der Luft

Milben, Haustierallergene oder Pollen können die Haut reizen, dies spielt jedoch selten eine entscheidende Rolle.

 

 

Diese vielen Auslöser können bei jedem Kind eine unterschiedlich wichtige Rolle spielen, so dass es sehr wichtig ist, die Kinder diesbezüglich gut zu beobachten. Fast immer spielen mehrere Auslöser eine Rolle. Doch leider allzuoft ist auch kein eindeutiger Hauptauslöser erkennbar.

 

 

 

 

2. Diagnose, Verlauf, Komplikationen

 

Diagnosestellung

 

Die Diagnose einer Neurodermitis wird durch die charakteristischen Hautveränderungen gestellt. Es gibt keine Laboruntersuchung oder andere technische Untersuchung, die für das Vorliegen einer Neurodermitis beweisend ist.

Bei der Suche nach allergischen und nichtallergischen Auslösern ist zuallererst die Beobachtung durch die Eltern wichtig. Je genauer Ihre Beobachtungen zu möglichen Auslöse - und Verschlechterungsfaktoren sind, desto besser kann ein Auslöser eingegrenzt und ein möglicher Allergietest geplant werden.

 

Allergietestung

 

Man unterscheidet allergische Frühreaktionen, die innerhalb weniger Minuten bis zu 2 Stunden eintreten (z.B. sofortige Lippenschwellung nach Eikontakt) von allergischen Spätreaktionen. Da letztere erst Stunden bis Tage nach dem Allergenkontakt auftreten, sind sie mitunter sehr schwer zu erkennen. Folgende Testverfahren kommen zum Einsatz:

 

Hauttests

 

Beim Pricktest wird die Testsubstanz mit einer feinen Lanzette in die Haut eingebracht. Eine positive Reaktion zeigt sich als Rötung oder Quaddel (weißliche Erhebung).

Beim sog. Atopy Patch Test ( in der Regel nicht nötig ) wird die Testsubstanz mit einem speziellen Pflaster für 48 Stunden mit der Haut in Kontakt gebracht. Einen positive Reaktion zeigt sich als Rötung, Knötchen oder Bläschen.

 

Bluttests

 

Auch im Blut kann nach allergieauslösenden Antikörpern gesucht werden, insbesondere wenn der Hautzustand keine Hauttests erlaubt. Hier wird die Immunantwort in verschiedenen Stärkegraden ( Klassen ) gemessen.

 

Doch Vorsicht:

 

Es gibt keinen Allergietest, der alle Allergien entdecken kann, man kann nur gezielt nach wahrscheinlichen Allergien suchen, deshalb ist auch die vorherige Beobachtung so wichtig.

 

Eine positive Reaktion im Allergietest beweist nicht automatisch das Vorliegen einer Allergie! Sie zeigt lediglich an, dass das Immunsystem, Kontakt mit der entsprechenden Substanz gehabt hat und Allergieantikörper gebildet hat (=Sensibilisierung). Ob eine Sensibilisierung auch Kranheitserscheinungen hervorruft (=Allergie), muss vor allem bei Lebensmitteln durch einen Auslass- und Provokationsversuch bestätigt werden. Das Weglassen eines Nahrungsmittels muss eine Symptombesserung, das Wiedereinführen (=Provokation) eine Symptomverschlechterung zur Folge haben. Leider kommt es immer wieder vor, dass der Allergietest und nicht das allergiekranke Kind behandelt wird und dadurch dem Kind unsinnige Diäten zugemutet werden. Ungeeignete Diagnosemethoden sind meiner Meinung nach Bioresonanz, Kinesiologie, Elektroakupunktur oder Haaranalyse.

 

Verlauf

 

Die Neurodermitis nimmt einen Verlauf in Schüben mit erscheinungsfreien oder erscheinungsarmen Phasen und Verschlechterungsphasen. Nicht immer kann für einen Verschlechterungsschub ein Auslöser festgemacht werden. Bei den meisten Kindern kommt es glücklicherweise bis zum Schulalter oft schon ab dem 2. Lebensjahr zu einer deutlichen Verbesserung des Hautzustandes. Die Neigung zu trockener Haut bleibt allerdings bestehen. Die Betroffenen haben weiterhin eine erhöhte Allergiebereitschaft (z.B. auf Pollen, Tiere, Hausstaubmilben etc.) und ein erhöhtes Asthmarisiko. Daher ist auch im weiteren Verlauf die Vermeidung von Allergieauslösern (z.B. Haustiere) wichtig, ebenso sollte die Berufswahl sorgfältig geplant werden.

 

Komplikationen

 

Die Neurodermitis selbst ist nicht ansteckend. Die Neurodermitishaut ist jedoch vermehrt anfällig für Infektionen durch Viren und Bakterien. Die häufig auftretenden Dellwarzen (Mollusken) sind zwar nicht gefährlich aber äusserst hartnäckig. Bakterien (Staphylokokken) können den Hautzustand immer wieder verschlechtern (eitige, nässende Haut mit Krustenbildung). Besonders gefürchtet sind Herpesvirusinfektionen mit wässrigen Bläschen (Ekzema herpeticatum). Unausgewogene "Neurodermitisdiäten" können eine Mangelernährung mit Wachstums- und Gedeihstörungen bewirken. Eine schwere Neurodermitis kann durch ständigen Juckreiz zu Unausgeglichenheit und Schlafstörungen führen. Die kosmetische Beeinträchtigung führt selten zu Kontaktscheu und sozialem Rückzug.

 

 

 

3.Therapie

 

Für die Neurodermitisbehandlung ist viel Geduld nötig, eine rasche Heilung gibt es leider nicht. Wenn manche Behandler dies trotzdem versprechen, sollten Sie dies sehr kritisch hinterfragen. Die Enttäuschung ist ansonsten hinterher meist groß, und Sie haben für diese Versprechungen unter Umständen Geld ausgegeben. Glücklicherweise können die meisten von Neurodermitis betroffenen Kinder und Jugendlichen mit den heute anerkannten und erprobten Therapiemöglichkeiten erfolgreich behandelt werden und eine gute Lebensqualität erreichen.

 

Auslösefaktoren meiden

 

Bekannte Auslöser und Verschlechterungsfaktoren müssen natürlich gemieden werden. Dazu gehört auch, dass in der Wohnung nicht geraucht wird. Schon aus Gründen der Allergievorbeugung sollten Haustiere möglichst nicht angeschafft werden. Vor allem im Schlafbereich sollte ein für Hausstaubmilben und Schimmel ungünstiges Klima geschaffen werden: möglichst wischbare Böden, zumindest häufiges Saugen, häufiges Lüften auch der Bettwäsche, häufiges Waschen des Bettzeugs (waschbare Zudecke und Kissen), wenig Kuscheltiere, keine Felle ins Bett, wenig Staubfänger, wenig Topfpflanzen. Kühl und trocken ist das Motto.

 

Juckreiz und Kratzen

 

Kratzen führt zu noch stärkerem Juckreiz, Entzündungen und offenen Stellen. Daher Fingernägel kurz schneiden, Säuglingen Baumwollhandschuhe (Söckchen) anziehen. Entzündete Stellen mit Kleidung bedecken.

Folgende Juckreiz-Stopp Techniken haben sich bewährt:

- Eincremen ("Cremen statt Kratzen")

- Kühlen (Creme aus dem Kühlschrank, Cold Packs)

- Ablenken, Spielen,

- "fettfeuchte Umschläge" : Haut mit Pflegecreme eincremen, Hautstellen mit Tüchern oder Mull abdecken bzw., an Armen und Beinen umwickeln und von aussen immer wieder mit lauwarmen oder kühlem Wasser durchtränken. Möglichst über Nacht drauflassen.

 

Kleidung

 

Die Kleidung sollte glatt, saugfähig und luftdurchlässig sein. Baumwolle oder Viskose hat sich direkt auf der Haut am besten bewährt. Alle neuen Sachen sollten zuerst gewaschen werden, um Konservierungsstoffe zu entfernen. Wenig Waschmittel und Weichspüler verwenden. Kratzige Kleidung meiden. Evtl. Einnäher (Hals) entfernen.

 

Ernährung

 

Die Kinder sollten 4-6 Monate gestillt oder 4 Monate mit einer hypoallergenen Milchnahrung ernährt werden. Leider ist jedoch auch das Stillen kein sicherer Schutz vor Neurodermitis . In Fällen von extremster Neurodermitis muss manchmal auch ein Abstillen erwogen werden. Beikost (außer Milch) nicht vor 4 Monaten.

Alle Nahrungsmittel sind erlaubt und sollten schrittweise eingeführt werden (Beginn mit Karotten, Kartoffeln etc.)

Bei größeren Kindern sollte auf zu viel Süßigkeiten und Schokolade verzichtet werden ( in Maßen ).

Eine allgemeine Neurodermitisdiät gibt es nicht.

Individuell bekannte Auslöser sollten natürlich gemieden werden.

 

 

Hautpflege

 

Zur Hautpflege gehört zunächst die Hautreinigung. Dabei sollte eine zu starke Reizung und Austrocknung der Haut vermieden werden. Am besten man reinigt die Haut mit klarem Wasser, stärkere verschmutzte Stellen mit einem seifenfreien Waschsyndet (pH 5 bis 6, z.B. sebamed o.ä.). Duschen ist schonender als Baden, Baden ist in der Regel ein bis zweimal pro Woche ausreichend. Als Badezusatz haben sich rückfettende Ölbäder bewährt. Es gibt Kinder denen das Baden gut tut, diese Kinder dürfen selbstverständlich auch öfters Baden. Danach ist die Haut gut aufnahmefähig für Salben und Cremes.

Die Hautreinigung befreit die Haut von Schmutz, Schweiß und Salbenresten und vermindert die Gefahr einer bakteriellen Infektion der betroffenen Ekzemstellen.

 

Die Neurodermitishaut braucht viel Fett und Feuchtigkeit. Rückfetten ist in der Regel 1 bis 3 mal täglich, vor allem nach dem Baden oder Duschen erforderlich. Die häufig geäußerte Meinung, dass sich die Haut an das viele Cremen gewöhne und dadurch noch empfindlicher werde stimmt nicht.

Das Verhältnis von Fett zu Feuchtigkeit muss entsprechend dem Hautzustand und der Jahreszeit variiert werden. Entzündete oder gar nässende Haut braucht wenig Fett und viel Feuchtigkeit, trockene, raue Haut braucht viel Fett. Kaltes trockenes Winterwetter erfordert fettere Pflege als ein warm feuchtes Klima. Der Fettgehalt in den Pflegemitteln steigt in folgender Reihenfolge an: Lotio - Creme - Lipolotio - Salbe - Fettsalbe - Öl.

Welche Lösung individuell am besten ist muss oft ausprobiert werden. Man kann auch direkt vergleichen, indem man z.B. die eine Körperhälfte mit der einen, die andere mit der anderen Salbe oder Creme einschmiert und die Haut für einige Tage beobachtet.

 

Wirkstoffhaltige Zusätze zu äußerlichen Präparaten

 

Es gibt zahlreiche Wirkstoffe die auch miteinander kombiniert werden können.

Die stärkste und sicherste Wirkung haben cortisonhaltige Präparate. Natürlich sollte man nicht jede kleine Hautveränderung, die vielleicht manchmal die Eltern mehr stört als das Kind, immer gleich mit Cortison behandeln. In den unzähligen Fällen leichter Neurodermitis kommt man ohne Cortisonsalben ganz gut zurecht.

Andrerseits muss man keine übertriebene Angst vor cortisonhaltigen Präparaten haben. Die modernen Cortisonpräparate haben bei kurz- und mittelfristiger Anwendung praktisch keine Nebenwirkungen. Natürlich ist davon keine Dauerheilung zu erwarten. Aber man kann damit schwere Verläufe oder kurzfristige "Schübe" so mildern, dass sich die Haut wieder beruhigt, der Juckreiz weniger wird und damit der Teufelskreis zwischen Kratzen und Juckreiz durchbrochen wird. Also Cortison sparsam und mit Augenmaß, aber keine übertriebene Cortisonangst. Ein behutsames Vorgehen ist im Gesicht und im Genitalbereich angebracht.

 

Neuere nicht cortisonhaltige Präparate gibt es mit den Wirkstoffen Tacrolimus ( Protopic ) oder Pimecrolimus ( Elidel ). Bei diesen Substanzen handelt es sich zwar nicht um Cortison, jedoch ebenfalls um potente Mittel, die die Immunabwehr beeinflussen ( sie werden beispielsweise in der Transplantationsmedizin zur Verhinderung der Organabstoßung eingesetzt ). Sie sind wohl gut wirksam, jedoch liegen noch keine Langzeituntersuchungen bei Kindern vor.

Ihre Anwendung sollte m.Ea. Spezialfällen, z.B. bei Unwirksamkeit von Cortisonpräparaten oder bei der Anwendung in Problemzonen wie Gesicht, vorbehalten bleiben. Ob sie wirklich harmloser als Cortison sind, ist noch nicht abschließend zu beurteilen. Die mögliche erhöhte Gefährdung durch Hautkrebs ist nicht auszuschließen.

 

Harnstoff macht trockene schuppige Haut geschmeidiger, kann jedoch auf entzündeter Haut oder dünner Säuglingshaut brennen ( ggf. ausprobieren ).

 

juckreizstillende Wirkstoffe wie Polidocanol können eine gewisse Linderung verschaffen.

 

antibakterielle Wirkstoffe wirken vorbeugend und heilend gegenüber den häufigen meist bakteriellen Infektionen der entzündeten Haut ( nässende Stellen, pünktchenförmige Ausbreitung ). Dazu gehören z.B. Jod, Kaliumpermanganat, Triclosan, Chlorhexidin, Antibiotika, Farbstoffe wie Pyoktanin etc.

 

leicht antientzündlich ( kein Cortison ) wirken evtl. Schieferölpräparate,  Nachtkerzensamenöl, Borretschsamenöl, Gerbstoffe (Tee, Tannin), Zinkoxid.

 

Innerliche Medikamente

Selten werden innerlich Medikamente wie Cortison oder Antibiotika erforderlich.

Sogenannte Antihistaminika wirken vor allem juckreizstillend. Sie können eine gute Ergänzung darstellen und auch nach Bedarf eingesetzt werden. Manche davon machen etwas müde, was gerade für die Nacht erwünscht sein kann ( z.B. Fenistil ), andere machen nicht müde ( z.B. Cetirizin oder Loratadin ) und können für Schulkinder oder Erwachsene die bessere Alternative darstellen.

 

Impfungen

 

Die üblichen Impfungen werden problemlos vertragen und sollten auch gemacht werden. Während eines besonders starken Schubes kann die Impfung verschoben werden. Bei schwerer Neurodermitis kann die Windpockenimpfung wichtig sein. Es gibt viele Untersuchungen, die belegen, dass Impfungen nicht Schuld an Allergien oder Neurodermitis sind.

 

Sonstiges

 

Alternative Behandlungsmethoden versprechen wie bei jeder schwer zu heilenden Krankheit oft wahre Wunder. Mir scheint ein homöopathischer Behandlungsversuch zumindest einen Versuch wert zu sein, obwohl auch hier Versprechungen fehl am Platz sind.

Viele der sonst angebotenen Heilmethoden kann ich nur schwer nachvollziehen.

Solange es dem Kind und der Familie nicht schadet ist grundsätzlich nicht viel gegen solche Versuche, zumindest in schweren Fällen, zu sagen.

Der Schaden kann jedoch schon damit beginnen, dass hier zum Teil sehr viel Geld verlangt wird, dass ein unnötiger Therapiestress entsteht, dass Kinder durch unsinnige Diäten fehl - oder mangelernährt werden, und dass vielleicht auch wirksame Therapien ( s.o. ) dem Kind vorenthalten werden.

Sprechen Sie mich ruhig im Einzelfall darauf an.

 

 

 

 

letzte Änderung 3 2016

Dr. Christian Haas

 

Kinder- und Jugendarzt

Allergologie Umweltmedizin

 

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alle Photos von Ulrike Froemel, Photographie