Was ist Pseudokrupp?

 

 

 

 

 

Pseudokrupp ("echter" Krupp war früher die Diphterie, die es Dank Impfung fast nicht mehr gibt) ist eine Atemwegserkrankung (verursacht durch Viren), bei der die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder entzündet und angeschwollen ist. Es entsteht ein lauter, "bellender" Husten (Krupphusten) und eine hörbare ziehende Einatmung. Die Atemwege sind verengt; es kann eine starke Atemnot entstehen, die für das Kind lebensbedrohlich (selten) werden kann. Unter Pseudokrupp-Anfällen leiden vorwiegend Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen 18 Monaten und fünf Jahren, es können aber auch jüngere Säuglinge betroffen sein. Bei älteren Kindern kommt es nur noch selten zu lebensgefährlichen Hustenattacken, da Kehlkopf und Luftröhre schon grösser sind. Pseudokrupp-Anfälle treten in den Herbst- und Wintermonaten (gerne bei nebligem Wetter) häufiger auf als im Frühjahr oder Sommer.

 

 

 

 

 

Was kann man tun?

 

 

 

 

 

Ruhe bewahren !

 

Nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm und versuchen Sie, es zu beruhigen, denn Aufregung verschlimmert die Atembeschwerden.

 

 

 

Kalte und feuchte Luft bessert oft !

 

Gehen Sie raus auf den Balkon oder ins Freie. Sie können auch mit der heißen Dusche im Bad Dampf erzeugen.

 

 

 

Medikamente

 

Falls sie von einem früheren Kruppanfall noch ein Cortisonhaltiges Zäpfchen (Rectodelt, Infectocortikrupp, Klismacort) zuhause haben, sollten sie es bei Anzeichen von Atemnot frühzeitig und großzügig geben (eine einmalige Gabe schadet sicher nichts und hat keine Nebenwirkungen), da der Wirkungseintritt frühestens nach ca. 30 min zu erwarten ist.

 

Homöopathische Medikamente können unterstützend eingesetzt werden.

 

 

 

Bei stärkerer Atemnot

 

Lieber in die Klinik fahren, als irgendetwas unnötig zu riskieren ! Dort kann mit abschwellenden Medikamten inhaliert werden. Sehr selten sind intensivmediziniche Massnahmen nötig.

 

 

 

Wie gehts weiter ?

 

Wenn Sie nicht schon sehr erfahren sind, sollten sie Ihr Kind am nächsten Tag sicherheitshalber anschauen lassen. Bei den meisten Kindern hat sich die Symptomatik bis dahin schon stark gebessert. Der Krupphusten geht dann meist in eine ganz normale Erkältung über. Leider kann er auch mal wieder kommen. Man kann wenig vorbeugen, da der Krupphusten meist ohne Vorankündigung, schlagartig, oft nachts aus dem Schlaf auftritt.

 

Je älter die Kinder werden umso seltener wird der Krupphusten.

 

 

 

Dr. Christian Haas

 

Kinder- und Jugendarzt

Allergologie Umweltmedizin

 

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alle Photos von Ulrike Froemel, Photographie